2008 22
Feb

Mahnende Worte von Wolfgang Clement

Tolerierung durch DIE LINKE in Hessen, pauschale Kritik an Managern und Unternehmern mit Ausdrücken unter der Gürtellinie - in den letzten Wochen kommt man immer öfter auf den Gedanken, den einen oder anderen Spitzenpolitiker der SPD für unzurechnungsfähig erklären zu lassen.

Deutliche mahnende Worte kommen jetzt von Wolfgang Clement, der zu Zeiten von Gerhard Schröder noch maßgeblich für die SPD Politik gestaltet hat, nun den meisten Genossen aber eher ein Dorn im Auge ist.

Die Aussagen seiner Parteigenossen im Zusammenhang mit der Steuerhinterziehung über Liechtensteiner Stiftungen kommentierte Clement wie folgt:

“Ich kann meine Parteifreunde nur davor warnen, die falschen Feindbilder aufzubauen und zu pflegen. (…) Wenn von den ‘neuen Asozialen’ in der Industrie gesprochen wird oder vom ‘Abschaum der Menschheit‘, da fragt man sich schon, ob diejenigen, die solche Begriffe gebrauchen, überhaupt die geringste Ahnung haben, was sie da tun und welche Geister sie wecken.”

Recht hat er, der Mann. Mit derartigen Äußerungen erzeugt die SPD dumpfe Emotionen, platte Vorurteile und krude Ansichten in der Bevölkerung, die der Linkspartei direkt in die Arme spielen. Sollte die SPD darauf setzen, gleichsam durch “vorauseilenden Gehorsam” die geschürte Empörung der Bevölkerung für sich selbst verbuchen zu können, ist sie schief gewickelt.

Quelle: SPIEGEL Online