Es ist einfach unfassbar, mit welcher Unverfrorenheit die SPD kaum einen Monat nach der Wahl in Hessen ihre sämtlichen Schwüre, niemals mit der Linken zusammenzuarbeiten, über Bord wirft. Kurt Beck und Andrea Ypsilanti fahren einen Kurs, den mittlerweile nicht nur politische Gegner, sondern immer mehr SPD-Politiker offen kritisieren. Hier eine Sammlung der Statements der letzten Tage:
“Man muss auch festhalten, dass der Bundesvorsitzende Kurt Beck jede Glaubwürdigkeit bei der Frage verloren hat, ob er sich mit den Stimmen der Linkspartei zum Bundeskanzler wählen lässt. Nicht einmal ich würde es ihm abnehmen, wenn er das jetzt noch verneint.” (Jürgen Walter, SPD-Fraktionsvize im Landtag)
“Jetzt sieht man, wie weit die SPD schon gekommen ist.” (SPD-Bundestagsabgeordneter Gunter Weißgerber)
“Ein gravierender Fehler. Man muss sich bewusst machen, in welche Schwierigkeiten die Bundespartei gebracht wird.” (SPD-Fraktionsvize Klaas Hübner)
“Das ist ein Glaubwürdigkeitsverlust für die nächste Bundestagswahl.” (Bundestagsvizepräsidentin Susanne Kastner, SPD)
“Wortbruch hat jetzt einen Namen, der heißt Ypsilanti.” (CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla)
“Das ist vorsätzlicher Wahlbetrug!” (Hess. CDU-Generalsekretär Michael Boddenberg)
“Das ist ein eiskalter Wählerbetrug, der von langer Hand vorbereitet wurde. Ypsilanti hat nur auf den gestrigen Freibrief aus der SPD-Zentrale gewartet und noch nicht mal eine Schamfrist eingehalten. Es ist ein Trauerspiel, dass auch die Grünen bei dieser linken Tour mitmachen. Ypsilanti tritt den Wählerwillen mit Füßen.” (CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer)
Weiterlesen: “Statements zum Linksruck der SPD”