Mit der Bundestagswahl 2009 wird sich das Bild der SPD im Parlament ein Stück weit verändern. Unter anderem haben mittlerweile Peter Struck, Otto Schily und Ludwig Stiegler angekündigt, nicht mehr kandidieren zu wollen.
Ob und inwieweit wir den einen oder anderen dieser Politiker vermissen werden, sei einmal dahingestellt. In jedem Fall macht der Abgang dreier hochrangiger SPD-Politiker die Partei in Zukunft ein Stück weit unberechenbarer. Entscheidend dürfte unter anderem sein, wer Peter Struck in der Rolle des Fraktionsvorsitzenden nachfolgen wird. Als Option genannt wurde bisher Sigmar Gabriel, den wir uns allerdings nur schwer als “ruhigen Pol” zwischen den Flügeln der Partei vorstellen können.
Ludwig Stiegler, inoffizieller Chef-Demagoge der SPD mit Hang zu Äußerungen unterhalb der Gürtellinie, konnte sich natürlich ebenfalls nicht verkneifen, die aktuellen Ereignisse in seiner Partei zu kommentieren. So sagte er gegenüber der Passauer Neuen Presse unter anderem:
“Es gibt einige, die ihn (Kurt Beck) gern geschwächt sehen würden. Einige Medien betreiben eine regelrechte Kampagne gegen ihn. Kurt Beck ist nicht geschwächt. Er hat es allen schon mehrfach gezeigt und wird sich auch jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der SPD-Chef hat keine Fehler gemacht.”
Alles klar, die Medien sind Schuld. Innerparteiliche Kritik gibt es nicht, Kurt Beck ist ein virtuoser Parteistratege, der die Lage voll im Griff hat. Sein Kurs ist eindeutig, die Haltung zur Linkspartei wohlüberlegt. Er wird außerdem Kanzlerkandidat und die Bundestagswahl 2009 haushoch gewinnen. Und die ganzen Umfragen sind alle plumpe Fälschungen.
Herr Stiegler, was immer Sie geraucht haben - das Zeug kann nicht legal sein!