Irgendwie sind Medien und Öffentlichkeit in Deutschland schon ein bisschen gaga: Wenn Ulla Schmidt ihren Dienstwagen im Urlaub privat nutzt, gibt es (durchaus zu Recht) große Aufregung. Wenn sie kurze Zeit später aber von den Ärzten verlangt, Privatpatienten nicht mehr bevorzugt zu behandeln, scheint das niemanden ernsthaft zu stören.
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Es ist wirklich unglaublich: Selbst bei ihrem Rückzug bleibt Ulla Schmidt halbherzig, selbstgerecht und frei von jeglichem Unrechtsbewusstsein. Statt ihren Rücktritt einzureichen oder zumindest eine Fortsetzung ihrer Minister-Tätigkeit nach der Bundestagswahl auszuschließen, tritt sie “vorerst” dem Kompetenz-Team der SPD nicht bei. Mit anderen Worten: Wenn die formale Korrektheit ihrer Dienst-/Urlaubsfahrt nach Spanien festgestellt ist, geht’s weiter, als wäre nichts gewesen.
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Zugegeben, mit dieser Meldung sind wir unserer Zeit wahrscheinlich ein wenig voraus. Aber wohl nur um einige Tage. Noch gibt es keine Rücktrittsmeldung, wohl aber immer mehr Rücktrittsforderungen. Um es mit einem Parteikollegen von Ulla Schmidt zu sagen: “Und das ist auch gut so!”
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Seit 2001 nun doktort Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am deutschen Gesundheitssystem herum. Nach etlichen Refomen müsste es dem System doch immer besser gehen und die abschließende “Heilung” in greifbarer Nähe - sollte man meinen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Aufgrund falscher Diagnosen und schwerer Behandlungsfehler kränkelt das Gesundheitswesen weiter vor sich hin.
Im Bundesgesundheitsministerium hingegen schein man der Auffassung zu sein, die Reformen nur etwas besser verkaufen zu müssen. Und da das Reichspropagandaministerium vor über 60 Jahren zum Opfer seines eigenen Erfolgs wurde, bemüht man - ganz zeitgemäß - eine PR-Agentur, die dabei zu mehr als fragwürdigen Mitteln greift.
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